3.4.25
Trump hatte neue pauschale Zölle in Höhe von zehn Prozent auf die meisten Importe in die Vereinigten Staaten angekündigt. Für viele Länder sollen je nach Handelsdefizit höhere Strafabgaben greifen. Dabei werden besonders jene Staaten ins Visier genommen, die aus Sicht der USA besonders hohe Handelsbarrieren für amerikanische Produkte haben. Russland gehört zu den ganz wenigen Staaten, die nicht davon betroffen sind.
Die beispiellosen Zollentscheidungen von US-Präsident Donald Trump befeuern in der Nato die Sorgen vor einer weiteren Eskalation der transatlantischen Spannungen. Der norwegische Aussenminister Espen Barth Eide verwies darauf, dass das Vorgehen von Trump im Widerspruch zu Artikel 2 des Nato-Vertrags steht. Dort heisst es, die Bündnisstaaten sollten bestrebt sein, «Gegensätze in ihrer internationalen Wirtschaftspolitik zu beseitigen und die wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen einzelnen oder allen Parteien zu fördern».
US-Präsident Donald Trump sieht die USA nach Verkündung seiner gewaltigen Zölle auf dem richtigen Weg. «Die Operation ist vorbei! Der Patient lebt und ist auf dem Weg der Besserung. Die Prognose lautet, dass der Patient viel stärker, grösser, besser und widerstandsfähiger sein wird als je zuvor», schrieb Trump in Grossbuchstaben auf seiner Plattform Truth Social.
Mit Aktienverkäufen in grossem Stil haben Investoren auf ebenso umfangreiche wie hohe Importzölle der Regierung Trump reagiert. Im Börsenjahr 2025 steht nunmehr ein Verlust von mehr als 10 Prozent zu Buche.
Zum «Blick» sagte Rahul Sahgal, der Chef der schweizerisch-US-amerikanischen Handelskammer, es gebe einen gewissen Spielraum für Verhandlungen. Denn aus den Anordnungen von US-Präsident Donald Trump zu den Zöllen gehe hervor, dass die Administration die Zölle senken oder erhöhen und deren Gültigkeitsdauer verkürzen könne.
17.3.25
Laut einer neuen Umfrage glauben 47 Prozent der US-Amerikaner, dass Donald Trump als Präsident einen guten Job macht.
Doch die ersten 50 Tagen Donald Trump haben einige auch in einen Alarmzustand versetzt. Die Sprunghaftigkeit Trumps und seine offenbar gewachsene Beratungsresistenz verunsichern. Am kritischsten ist laut einer Umfrage die Wirtschaftspolitik.
Viele Amerikanerinnen und Amerikaner hatten an Trumps Wahlkampfversprechen geglaubt, die Teuerung in den Griff zu bekommen. Doch die Preise steigen durch die Strafzölle weiter.
Trump hat auch dem Aktienmarkt einen Schlag versetzt. Wo keine Wirtschaftssicherheit mehr ist, gerät alles ins Wanken. Mal kündigt er Zölle gegen Kanada und Mexiko an, mal nimmt er sie zurück, mal klammert er in letzter Minute bestimmte Bereiche aus. Niemand weiß mehr, was morgen die Bedingungen sind. Das bedroht in Wirklichkeit Jobs in den USA.
Viele Staaten müssen nun überlegen, ob ihre Anbindung an den Doller weiterhin sinnvoll ist. Damit verliert der Doller an Stabilität als Handelswährung.
Trump versetzt auch Amerikas Außenpolitik in gefährliche Schwankungen. Man ist sich nicht mehr sicher, ob man Amerika trauen kann. Der abrupte Unterbruch der Hilfe für die Ukraine, haben offengelegt, dass sich alles schnell ändert, wenn man beim Präsidenten von Amerika in Ungnade fällt. Der demokratische Senator Mark Kelley aus Arizona meint: „Hier gehen gerade Bündnisse kaputt, die über 80 Jahre hinweg auch für uns in Amerika zu Frieden und Wohlstand beigetragen haben“.
Trumps Anspruch auf Kanada und Grönland kommen nicht gut an. Der US-Präsident hatte einen Beitritt Kanadas zu den USA als 51. Bundesstaat gefordert. Er sei auch unzufrieden mit dem im Jahr 1908 zwischen Kanada und den USA geregelten Grenzverlauf an Seen und Flüssen, ließ Trump den scheidenden kanadischen Premier Justin Trudeau in einem Telefonat wissen.
Lange Zeit sind die besten Wissenschaftler von Europa in die USA gegangen. Das könnte sich jetzt ändern. Schon jetzt haben viele arabische Förderer.